// Der Schlüssel zum Erfolg? //

Immer wieder werden wir mit dem Thema USP (unique selling proposition = Alleinstellungsmerkmal) konfrontiert. Ob bei der Existenzgründung, der Unternehmensfinanzierung, dem Unternehmensverkauf oder auch bei der Unternehmenssanierung. Aufgrund der Häufigkeit dieser Begrifflichkeit stellt sich nun die Frage, ob eine USP der Schlüssel zum Erfolg ist.

// Was ist ein Alleinstellungsmerkmal? //

Vorab muss natürlich einmal geklärt werden, was man unter einer USP versteht. Es ist ein Merkmal, welches einmalig in dem Markt ist. Diese Einmaligkeit hebt das Unternehmen besonders hervor und macht einen Vergleich unmöglich.

// Was sind keine USP´s? //

Um dieses zu verdeutlichen nehmen wir z.B. einen Handwerker, Fliesenleger. Es ist keine USP, wenn er eine fachgerechte Arbeit in einer hervorragenden Qualität und zu einem super Preis verspricht / durchführt. Derartige Arbeiten sollten in seinem Markt (lokal, regional oder bundesweit) auch andere Unternehmen durchführen können, so dass man hier zwar von einer besonderen Leistung sprechen kann, aber nicht von einem Alleinstellungsmerkmal.

// Das Problem mit den USP´s? //

Nicht nur Berater, auch Banken fragen häufig nach USP´s und suggerieren somit, dass jedes Unternehmen eine USP haben muss. Wer nun mit aller Gewalt nach einer USP in seinem Bereich suchen wird, der verliert den Blick für das Wesentliche. Das Wesentliche ist nämlich der Kunde! Benötigt / wünscht der Kunde diese USP? Ist diese USP überhaupt authentisch? Die häufige Antwort lautet hierbei einfach NEIN.

// Wenn keine USP, was dann? //

Natürlich ist es gut, wenn ein Unternehmen eine USP hat, die der Markt akzeptiert, wünscht und auch als Mehrwert ansieht, aber nicht jedes Unternehmen kann damit dienen. Vielmehr kommt es auf das sogenannte „value proposition“ an und zwar bedeutet dieses „Nutzenversprechen“. Aus einer Vielzahl an Faktoren kann ein Nutzenversprechen entstehen, welches wiederum einen Wettbewerbsvorteil erwirken kann. Bei unserem Beispiel mit dem Fliesenleger kann es z.B. QM-System, persönliche Baubetreuung durch einen Mitarbeiter, Endreinigung der Baustelle (nicht nur besenrein) … sein.

// Fazit //

Als Unternehmen ist es wichtig, dass man seine Stärken kennt und sich vom Markt abhebt. Dieses ist in der Regel durch ein Nutzenversprechen möglich (WICHTIG: es muss auch gelebt werden!) und häufig die viel bessere Wahl, als eine USP. Schärfen Sie Ihr Profil und leben Ihr Versprechen, denn damit haben Sie einen wichtigen Baustein im Bereich der Unternehmensführung bearbeitet.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.