// Pflicht oder Kür?//

Jeder Unternehmer hat bereits einmal etwas von einer Finanzplanung gehört, spätestens dann, wenn eine Finanzierung ansteht. Aber muss man eine Finanzplanung auch tätigen, wenn man keinen aktuellen Bedarf hat?

//Rechtliches//

Der Gesetzgeber gibt keinen eindeutigen Hinweis auf eine Pflicht, jedoch lassen sich Argumente ableiten, aus denen eine Pflicht bestehen kann.

Es wird vom „ordentlichen Kaufmann“ erwartet, dass sich der Unternehmer zeitnah mit der Situation seines Unternehmens auseinandersetzt. Dieses erfordert auch, dass die Zukunft seines Unternehmens geplant, regelmäßig überwacht und ggf. angepasst wird.

Spätestens beim Eintreten einer Unternehmenskrise (gleich, in welchem Stadium) ist eine Finanzplanung Pflicht und Teil einer Lösung (siehe u.a. InsO). Die Mehrheit der Unternehmen benötigen knapp 20 Monate zur Erkennung einer Krise, wobei deutlich zu erkennen ist, dass bei größeren Unternehmen die Krise sehr häufig eher als bei kleinen Unternehmen erkannt wird. Grund für diese Tatsache ist das interne Controlling mit u.a. der Finanzplanung. Die Zeit ist im Bereich der Krisenbewältigung das Wichtigste, so dass es kleine Unternehmen bei Krisenbewältigungen häufig schwerer haben.

//Zusammenarbeit Steuerberater //

Wer sich nun auf den Jahresabschluß und auf das Abschlußgespräch mit dem Steuerberater verlässt, bewegt sich nicht nur auf „dünnem Eis“, sondern verliert im Zweifel auch wichtige Zeit. Aus diesem Grund empfehlen wir:

1. Planen Sie die kommenden 36 Monate
2. Lassen Sie die Bestandsveränderungen monatlich einbuchen
3. Warten Sie nicht auf das Abschlußgespräch mit dem Steuerberater, sondern führen ein Gespräch mindestens alle 6 Monate
4. KMU mit einer Ist-Versteuerung sollten auch monatlich Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einbuchen
5. Seien Sie ehrlich zu sich selbst und planen Sie nur mit dem, was Sie auch haben

Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung. Das Erstgespräch ist grundsätzlich kostenlos.